Freitag, 16. Mai 2008

digi-cam

ich will eine digi-cam kaufen, auf jeden fall kompakt, also nix spiegelreflex oder sowas ... aber der markt ist ja sowas von unübersichtlich und überhaupt komisch.
z.b. werben alle mit hohen pixelzahlen, aber in jedem test steht, dass das die cameras eher schlechter macht.
ich blicke nicht durch.
wollt ihr mir helfen, und mir sagen, welche digi-cam ihr habt, und was euch an der gut gefällt was nicht, was euch wichtig ist? vielleicht komme ich so irgendwie zu kriterien damit ich dann mal gucken kann.

Montag, 12. Mai 2008

polarität

...ist ein gedankenkonstrukt für leute die nicht bis DREI denken können und MANNIGFALTIKEITEN nichtmal erahnen.

Mittwoch, 7. Mai 2008

1118

1118 dateien werden heruntergeladen, um mein kubuntu auf die aktuelle version zu bringen. wie aufregend. mal sehen ob alles funktionieren wird.
funktioniert hat es ja vorher auch... aber neugier und spieltrieb sind mir eigen...

Freitag, 2. Mai 2008

the hidden cameras, 1. mai edition

ich kannte the hidden cameras kaum. ich hatte rezensionen gelesen in denen sie irgendwie als 'queerer kirchen gospel folk' bezeichnet wurden. ich kannte ein oder zwei songs, meist aus schwulen filmen. ich hab ermässigte karten bekommen, und bin halt mal einfach so mitgegangen, und somit walpurgis und den 1.mai hinter mir lassend, der von testosteron und verlorenen politischen kämpfen gezeichnet ist, und meine resignationen auf politischen als auch 'inneren' ebenen füttert.
ich fand mich also bei the hidden cameras wieder, obwohl ich 'the-bands' grundlegend eher verschmähe
...und tauchte ein...
in eine ritual mit ganz eigner qualität:
die bühne füllte sich mit einem haufen menschen, die sich um den sänger gruppierten, der das konzert mit seiner typischen stimme eröffnete. ich kannte die hidden cameras kaum, aber leicht wiederzuerkennen sind sie schon.
so viele leute auf der bühne, das hatte ich nicht gewust: ein streichquartet,
bass, schlagzeug gesang/gitarre, noch eine gitarre,
dann standen da mindestens 3 keyborads, oder noch mehr, und drei menschen die diese orgeln und das glockenspiel und irgendwie noch mehr tasten bedienten,
eine trompete gab es...
und dann tauchte noch der kirchenchor auf mit 13 sängerinnen.
das ganze hatte den charme einer.... naja, mitmach-'jugendkultur'-kirche, eine schulaufführeung evtl., aber die kirchenassoziation war durch die rezensionen und die musik viel stärker.
nur was für eine kirche war das? welcher messe würde ich jetzt beiwohnen? der chor war ein toten-zombie-chor mit schwarzen kaputzen und geschminkten totengesichtern, griechische tragödie? die musikerinnen vollzogen seltsame rituale, duckten hinter ihren keyboards ab, um dann in einfachen choreographien wieder aufzutauchen, plätze und instrumente wurden getauscht, chorsängerinnen wurden zu gitarristen, und in dem ganzen sang der sänger sein latein, erzählte, lockte, rief seine liturgischen kommandos...
(ich muss dazu sagen, dass in der art wie er singt, kaum ein wort vertändlich ist, sehr langgezogene vokale, das klingt fein, aber ohne die texte zu kennen, konnte ich nur hereinahnen, wie sich diese kirchen-gospel-performance an den queeren inhalten bricht, obwohl sich das durchaus auch andeutete, hatte ich das karl marx kleid erwähnt)
... der erste hälfte konnten man als durchaus energetischen ritual beiwohnen, das sich aber (noch) nicht erschlossen hat: noch war es etwas abgehoben, zwischen sakral und zahm, vielleicht sprang der funken nicht über oder wurde zurückgehalten.
als dann aber der chor die musikerinnen - die leitfiguren - übermannte, und von der bühne trug und sich die instrumente vollends aneignete und das spiel improvisierend demokratisierte, nur entsprechend rauher, dissonanter, lauter... kam ein neues kapitel in der liturgie:
tod und wiedergeburt?
denn als sich das chaos auf der bühne legte, hörte man das glockenspiel, wie es durch die zuschauerinnen eine zeremonielle parade anführte, und die, nun bandagierten und ledierten, musikerinnen, geläutert oder als mit-zombies, auf die bühne zurückführte.
entsprechend wurde im zweiten teil das publikum einbezogen und gefordert, gogotänzer_innen animierten in hasskappen und knapp bekleidet zum tanzen, der chor wurde auf den händen durch den raum 'schweben lassen', nach dem motto der keyborderin "wir sind tot, ihr seid hot' sollte... nein, wurde getanzt, einzelne liedern wie 'ban marriage' wurden einleitend kommentiert (mit gay-ehen als hintergrund: 'wer würde schon seine regierung heiraten? 'ban all marriages' .. wie passend), auch ein 'macht kapputt, was euch kaputt macht' tauchte in der zugabe auf, natürlich nicht ohne von den hasskappen-gogos ironisch gebrochen zu sein.
all das verwob sich zu einem sehr schönen konzert, dass aber die messe nicht so ganz hinter sich liess. es changierte zwischen 'echtem ritus' und augenzwinkernden anspielungen, ebenso wie es zwischen politisiertem raum (mit den 1.mai bezügen) und der unterhaltungsveranstaltung changierte, ohne irgendwie platt in das eine oder andere abzugleiten...
für mich, an dem tag, genau das 'heilende queerblock ritual, das ich brauchte, das die touristischestrassenkampfherrentagsidylle die wir dann durchqueren mussten einfach an mir abperlen liess.

Donnerstag, 1. Mai 2008

ich kann hochzeiten...

...nicht leiden.

eine freundin hatte heute zu ihrer hochzeitsfeier geladen.
eine gute freundin. ich bin nicht hingegangen.

allerdings gibts ne vorgeschichte: sie hatte sich wegen einer gescheiterten beziehung mit einem typen sehr zurückgezogen und ist dann irgendwie, als sie wieder auftauchte, quasi mit einem anderen typen und verheiratet und schwanger wieder aufgetaucht. so die ganz kurze version.
die 'richtige' feier und alles sollte also heute stattfinden.
ich habs irgendwie ignoriert, und mir eingeredet dass es am 1.mai-arbeiterinnen-feier und -kampftag liegt und ich wohl keine zeit gehabt haben würde blablubb... aber eigentlich gehts um eine form von enttäuschung.

...dass die feministische und kritische linke tolle frau jetzt quasi einen auf patriarchalekleinfamilienmuttermännchenanhängsel macht, und sich als unheimlich typenfixiert entpuppt hat.
naja vielleicht passt das auch garnicht genau so, wie ich das hier zusammenfasse, aber irgendwas stimmt da nicht mit irgendwas überein, und das hat sie mir entfremdet, und deswegen mochte ich da nicht feiern. ...und erst jetzt wird mir das so langsam klar, wo ich heute hier zuhause sitze, den freien tag geniesse und eben zeit gehabt hätte, sie mir aber eben nicht dafür nehmen wollte.
nunja. vielleicht sollte ich das nicht hier mit mir sondern woanders mit ihr verhandeln oder verhandelt haben.

Samstag, 26. April 2008

rummsbumms

war doch eben ein feuerwerk, hinter dem park irgendwo in berlin. hach, das hat gekracht und funkensterne in den himmel gemalt. so ab und an find ich das schon chick.
vor allem wenn man dabei auf dem schönen balkon verweilen kann.

Samstag, 19. April 2008

house music durchgetanzt



"house music, not everybody understands house music, it's a spiritual thing, a soul thing, a body thing"

danke für das set.

Freitag, 18. April 2008

generationen und politualisieren

...oder was auch immer eine passende überschrift wäre.

ich bin heute intviewt worden, weil 'der tip' irgendwas über 'die68er' machen will und in dem zusammenhang über kollektivkneipen berichten will. ich bin kritisch gespannt welchen zusammenhang 'der tip' da herstellen wird, denn ich fürchte 'der tip' sieht als 'bürgerliches medium' alles was links ist irgendwie 'alt68er' oder eben garnicht und wird deswegen ein kneipenkollektiv, was in diesem jahrtausend entstanden ist, in direkter nachfolge verstehen und nicht 'die68er' und kollektives arbeiten als teile einer vielschichtigen 'linken geschichte' sehen, die dazwischen auch weiterging.

vorweg hat (am 06.04.) luisa francia in ihrem blog über eine veranstaltung berichtet, in der junge feministinnen über ihren feminismus erzählt haben. luisa hat das recht kitisch kommentiert, was bei mir die frage ausgelöst hat, ob die jungen feministinnen eher postfeministische positionen verhandelt haben, wo ich die kritik nachvollziehen könnte, oder ob luisas 'abgrenzen' eher ein generationen-unverständnis-ding ist.

jedenfalls habe ich heute die ganze zeit so ein virtuelles generationentreffen der politischen bewegungen im kopf, die sich streiten und abgrenzen, die sich entwickelnd ineinander verwandeln, sich weiterentwickeln und wiederentdecken usw... zwischen backlash und (post)modernisierung.

ich lasse dekonstruktions-queers in einem raum mit gebärmutterfeministinnen über marxismus diskutieren, während sich 80erjahrehausbesetzerinnen mit sufragetten einen vortrag von magnus hirschfeld anhören, der sich als dragking performance entpuppt.
lusia macht ein ritual und wird von elektrofricklerinnen mit hypnotischen beats aus deren laptops unterlegt.
ich springe dazwichen rum und versuche übersetzungen zwischen generationen und bewegungen zu liefern, die eigentlich an einem stang gezogen haben werden konnten.

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distelfliege - 16. Mai, 19:07

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