das sind 2 singles, die ich bisher gesponnen habe, ein drittes soll noch dazukommen, um sie dann zu verzwirnen.
zwischenzeitlich hatte ich ganz schön zu kämpfen, denn mir wollte einfach kein faden gelingen, ich brauchte teilweise bis zu 5 versuche, um an den bestehenden faden neu anzuspinnen, ich habe die fasern sehr tupiert, es war krampfig ...
inzwischen bin ich aber drauf gekommen:
es liegt alles an der faservorbereitung. das ist das a und o (und x oder wasauchimmer)
ich hatte als spinnvorbereitung von den karden rolags gedreht und bin damit zunächst gut klar gekommen.
allerdings wurden die etwas anstrengend, nachdem sie etwas gelagert hatten (in einem beutel), dabei wurden die fasern wohl wieder zu sehr komprimiert und weil sie m.E. sehrsehr kreuzundquer im rolag liegen war dass dann schnell 'prefelted'.... spätestens zumindest in meinen fingern... öhöm.
beim letzten spinntreff wurde aber von einer spinnerin vorgeführt, wie man von dem karden batt mit hilfe eines diz eine kardenband zieht, und damit klappt das spinnen wieder wunderbar, auch wenn das kardenband zwischenzeitlich in einen beutel verbannt war und nicht ganz frisch von der karde gezupft ist.
ich habe endlich das eine sockenprojekt abgeschlossen und ein neues gestartet. so richtig schnell und produktiv war ich ja nie, aber irgendwie fand ich mich jetzt schon mal wieder besonders 'langsam'. ich habe in den letzten tagen auch nicht viel gesponnen, weil ich schon einiges anders zu tun habe.
spinnen ist allerdings auch noch so neu und aufregend, dass ich mich da nicht wie mit dem strickzeug mal zur entspannung aufs sofa haue, wenn ich abgekämpft nach hause kommen.
das neue projekt, black rose aus der knitty (winter08) ist, wie ich feststellen musste, mein erstes projekt mit lace-muster.
ich habe ja schon das eine oder andere etwas* kompliziertere muster gestrickt, aber ich musste feststellen, dass ich mich für dieses - an sich einfache und überschaubare lacemuster - doch ganz schön konzentrieren muß, da schnell mal eine masche verschwindet. in meinen bisherigen mustern konnte ich solche fehler auch immer schnell entdecken aber mit diesen umschlägen und löchern finde ich das echt schwierig.
mein respekt für die lace-stricker_innen ist da nochmal gestiegen und etwaige überheblichkeit in der einschätzung meiner eigenen fähigkeiten zurechtgestutzt.
nach zwei wochen spinnen ist es also soweit. ich habe nicht nur einiges an material gekauft, versponnen, gezwirnt, entspannungsgebadet sondern auch spinntutorials geguckt, mich über spinnrädertypen informiert und probegesponnen...
...ich habe heute beschlossen ein kromski 'symphony' zu mieten, mit der option es zu kaufen, wenn es mir zusagt. www.kromski.com
Das Wollschaf macht dieses angebot zum miet/kaufen, was ich superpraktisch finde um es probezufahren.
ich habe es in unbehandeltem holz bestellt, damit ich die möglichkeit habe es dann weiß zu lasieren und anschliessend zu wachsen, da ich mir das sehr schön vorstelle. naja, zumindest weiß und matt und nicht mahagoni, walnuß und glänzend. ...wenn es mir denn zusagt und vom 'fahrgefühl' her gefällt.
...respecting the spindle.
meine lieben, im moment bin ich völlig zerstört und übernächtigt. ... und sehr guter dinge.
und das ganze ist eine längere geschichte.... zumindest eine die einen längeren zeitraum umspannt. zusammengefasst ist sie recht schnell:
ich habe gestern angefangen zu spinnen.
so jetzt ist es raus, ich bin endgültig faseri(n)fiziert. schuld ist selbstverständlich die Distel aber auch YaYaSis, die den raum dazu geschaffen hat.
angefangen hat es allerdings mit dem wollrecycling-projekt, das ich ende 2010 angefangen hatte.
(siehe hier, hier und auch hier)
seit dem lagen die stränge rum, bis ich mich letztens bei distel zum verzwirnen eingefunden habe. das ganze hat ja distel ausführlich in ihrem podcast erzählt, deswegen sag ich jetzt garnicht mehr viel zum garn, falls hörer_innen vorbeikommen haben sie aber jetzt die links beisammen, und die cable-cable-stränge sind hier auch zu sehen.
für meinen heutig zerstörten zustand ist aber wichtiger, dass ich dadurch zum ersten mal an einem spinnrad tätig war, wenn man eine spinnradbegegnung in urzeitlichen tiefen der biographie mal vernachlässigt. das werkeln am spinnrad hat mir jedenfalls sehr viel spass gemacht.
so viel, dass ich am liebsten sofort ein spinnrad bestellt hätte, bereits ebay auscheckte und diverse herstellerinformationen eingeholt hatte. ein bisschen restvernunft ist aber doch noch irgendwo in mir auffindbar gewesen, so dass ich nicht mal eben hunderte von euro für ein neues rausgehauen oder viele billige alträder ersteigert hatte, um möglicherweise ein brauchbares dazwischen zu entdecken.
und das alles ist auch der grund, warum ich bisher nicht gesponnen habe, nichtmal mit spindeln. ich habe befürchtet - zu recht, wie ich jetzt weiss - dass ich, wenn ich nur eine nasenspitze da hinein stecke, dann ein weiteres hobby haben würde, welches zu weiteren noch nicht beendeten projekten und produktionen führt, mehr stash z.b auch und all solche dinge.
ich habe die spindeln somit bisher umgangen, damit das spinnrad als eine art sicherheitsschild bleibt. aber all diese bemühungen sind nach einmal am spinnrad in sich zusammengebrochen.
nachdem aber der spinnradspontankauf abgewehrt werden konnte, gingen mir, wer hätte es gedacht, die spindeln durch den kopf. ich träumte sogar davon oder habe schonmal nächtlings statt zu schlafen spinntutorials und faservorbereitungs videos angeschaut.
eine spindel musste also her und damit ich nicht blödsinn kaufte fragte ich vorgestern distel per chat, während der finger fast schon auf kaufen klickte. Distel bot mir dann aber anstatt nur der infos zum einstieg eine ihrer selbstbau spindeln an, sooooooo lieb.
schlussendlich bin ich dann gestern aber nach einer lohnarbeitsnachtschicht auch noch zum Berlin Spinnt treffen zu YaYaSis eingeladen worden, die ich bei meiner ersten spinnradsession bei distel kennengelernt hatte. das fasernetz in dem ich mich letzte nacht verfangen sollte war also ausgelegt.
ich habe mich zum spinntreff begeben, wo distel mir kopf und fusspindeln und verschiedene fasern zum ausprobieren mitgebracht hatte - sooooooo lieb, erwähnte ich das schon? - ich probierte also wolle, mal gekämmt, mal haben wir kadiert, und so sind meine ersten meter garn entstanden. z.b das graue oben auf der fußspindel.
es war ein sehr schöner und lehrreicher abend.
...der aber noch nicht beendet war. distel hat mir zum weiteren vergleich und zum üben 2 ihrer spindeln mitgegeben, wovon ich eine behalten darf, und ein paar fasern obendrauf (erkennt ihr das verlockungsmuster hier, na? ich kann nichts dafür!). ich habe also gleich nachts noch mehr fasern bestellt und zwei handkarden, die man ja immer mal brauchen kann, um mich dann weiter im spinnen zu probieren.
ich habe nachts noch bis in die morgenstunden weitergesponnen wobei dieses kleine pinke knäul aus märchenwolle entstanden ist. selbstverständlich ist mir dabei mehrfach auch die spindel runtergefallen, und nicht immer auf's kissen, aber es haben sich keine nachbarn wegen nächtlichen radaus beschwert.
bei den abstürzen hatte sich auch die verklebung von dem wirtel der kopfspindel etwas gelockert, was ich heute 'morgen' schon gleich repariert habe.
es wäre jedenfalls für mein körperliches befinden heute viel besser gewesen einfach ins bett zu gehen, und dafür heute frisch anzufangen, das war aber leider nicht möglich, unmöglich. völlig absurd.
ich musss jetzt auch gleich weitermachen, weil ich noch schwarze märchenwolle habe, und vielleicht kann ich die dann heute auch gleich mit der pinken verzwirnen und ... dann.... ja... vielleicht lasse ich ja hier mal wieder was von mir hören, ich muss jetzt aufhören mit schreiben....
einer der ersten sonnentage mit frühlingshaft mildem wetter hat meinen liebsten und mitbewohner dazu angetrieben den balkon aufzumöbeln und zu reinigen.
die letzten jahre war das eher mein job, da auch die pflanzen und die begrünung mehr in meinen händen liegt. dabei habe ich schon versucht den balkon mit den gegebenen mitteln irgendwie nett und gemütlich zu machen.
(erstes neues und erstes altes grün)
jetzt hieß es aber von meinem mitbewohner, es wäre auf dem balkon alles häßlich und ungemütlich und deswegen wurde der auch im letzten jahr nicht genutzt und müsste jetzt nicht nur gereinigt sondern auch mit neuen möbeln und alles anders gemacht werden. ich persönlich fand vor allem die 'gesammelten' kippen der letzten wintermonate, die plus der üblichen blätterüberreste über den boden verteilt waren, ungemütlich.
die möbelsituation war aber auch wirklich nicht so dolle.
um die balkongarten dinge zu verstauen und vor allem mehr platz für pflanzentöpfe zu machen, haben da so ein ausrangierte drahtregalteil und eine plaste-holz-leichtbau kommode gestanden. letztere war vom wetter und der sonne in den letzten jahren sehr zerbröckelt. noch schlimmer fand ich allerdings die 2 gartenstühle und den tisch aus alu, die zwar noch intakt, aber viel zu groß und breit für den superschmalen balkon waren... auch noch unbequem dazu, weswegen ich schon vorher etwas bankähnliches improvisiert hatte.
mein mitbewohner hatte offensichtlich zu lange in einem möbelkatalog geblättert und sich von den schönen bildchen 'inspirieren' lassen.
dass es jetzt also neue möbel geben sollte fand ich gut, die idee für holzbänkchen und klapphocker auch, der holzbalkonboden sowieso, wo das wasser in den ritzen zwischen den holzteilen ablaufen kann. das ist schon nicht ganz billig, aber viel schöner und praktischer als dieser graue betonboden.
ein paar ideen des projektes 'gemütlichkeit' fand ich aber eher einer optischen katalogverblendung geschuldet als wirklich schön, praktisch und gemütlich. aber mit ein paar gedanken machen und überarbeitungen fand ich das alles sehr gut und eh ich 'fertig' überlegt hatte, war die alte kommode schon zerkloppt und der balkon zum gemeinsamen putzen freigegeben.
ein vorher bild gibt es leider nicht. wo der rote stuhl auf dem bild steht, war das draht-regal, welches jetzt (noch vollgestopft mit topfen) an der stelle des kommodendingens steht. die riesigen stühle und der tisch sind schon weg.
abends gab es dann schonmal eine probeweise anordnung mit stimmungsvollem kerzenlicht (und schlechtem foto).
das drahtregal wird da bleiben, aber noch mit einem vorhang aufgehübscht.
heute ging es dann daran diese bodenplatten zu verlegen, obwohl sich eher wolken und vereinzelte tropfen denn frühlingssonne zeigte.
gegen abend waren wir dann für's erste fertig, inclusive der schmückenden kunst, der ein oder andere blumenkasten muß noch ausgetauscht werden, von der bepflanzung mal ganz zu schweigen. so ein paar feinheiten fehlen noch, wie der vorhang für das drahtregal oder ein kleine ablagefläche. trotz der witterung haben wir mal eine draußen atmosphäre gestellt.