vor allem, wenn man selbst ein schwanzdranmensch ist. ist man ein schwanzdranmensch, führt die beschwörung der schwanzabemanze zu sexualisiertem fußballstadiengejaule, vor allem, wenn dies mit bier zusammenhängt. dann ists egal, ob eva herman eine emanze ist oder nicht, die diskussion ist beendet.
grotesk wirds allerdings, wenn man den schwanzdranemanz, das männliche gegenstück, beschwört. das ist recht lustig wenn man als mann auch nur annähernd feministische äußerungen tätigt. bei den meisten menschen scheint das zu einem kognitiven konflikt zu führen, und das gehirn bezweifelt dann, das man sich noch im normalen realitäts- und sozialrahmen befindet.
mir scheint dein kommentar geht an dem was ich meinte vorbei.
jaulende biertrunkene macker (nicht nur beim fußball) versuchen sich selten in argumentationen, eine diskussion wird von ihnen nicht beendet sondern ist mit, bei und in der nähe von ihnen nicht möglich. dass ist unmittelbares raumgreifendes dominanzverhalten, und ist zwar ebenso unangenehm, aber eben etwas anderes als das worauf sich mein geschriebenes bezieht.
mir geht es hier um ein geist, eine phantom bzw. ein argumentationsmuster, dass feministische, emanzipatorische positionen per se dämonisiert und als zu radikal, als (zu) militant labelt, völlig unabhängig ob die position eine feministische ist oder nur ganz unkritisch über geschlecht geredet wurde, völlig unabhängig ob eine radikale oder militante position auch nur in der nähe ist, usw... und gelichzeitig die position der person, die die dämonisierung vollzieht, den geist beschworen hat, indem sie etwas als 'schwanzabemanzenmässig' gelabelt hat,... diese position, völlig unabhängig von dem inhalt, als 'angemessen', 'besser-emanzipatorisch', 'weitsichtig' usw... (je nach formulierung) darstellt...
ich hoffe es jetzt deutlicher geworden, worum es mir geht.
nun: zum zweiten teil deines kommentars, wenn von dir oder in deinem umfeld feministische positionen von 'männern' als 'grotesk', das auftauchen 'recht lustig' bzw ausserhalb jeglicher realität empfunden werden, bin ich froh, dass ich ich andere lebenswelten kenne und an und in diesen arbeite.... und sehe mal wieder für mich, wie wichtig es ist sich von 'normalen' bzw normativen realitätsrahmen (lese: lebenswelten) abzugrenzen.
es ist 2008 und bestimmte formen von abgrenzung und 'seperatismus' sind immernoch nötig, wie traurig aber wohl notwendig.
Wirr-Licht - 20. Jan, 16:15
seltsamguck...
ja, da hab ich wohl etwas falsch verstanden.
nein, in meiner lebensumgebung passiert so etwas im normalfall nicht, ich halte es nur für ein wahres stereotyp.
nein, separatismus ist nicht meine reaktion, denke ich. den realitätssrahmen dieser menschen in frage zu stellen, ist doch erheblich interessanter (und nützlicher).
funktioniert fast immer
grotesk wirds allerdings, wenn man den schwanzdranemanz, das männliche gegenstück, beschwört. das ist recht lustig wenn man als mann auch nur annähernd feministische äußerungen tätigt. bei den meisten menschen scheint das zu einem kognitiven konflikt zu führen, und das gehirn bezweifelt dann, das man sich noch im normalen realitäts- und sozialrahmen befindet.
jaulende biertrunkene macker (nicht nur beim fußball) versuchen sich selten in argumentationen, eine diskussion wird von ihnen nicht beendet sondern ist mit, bei und in der nähe von ihnen nicht möglich. dass ist unmittelbares raumgreifendes dominanzverhalten, und ist zwar ebenso unangenehm, aber eben etwas anderes als das worauf sich mein geschriebenes bezieht.
mir geht es hier um ein geist, eine phantom bzw. ein argumentationsmuster, dass feministische, emanzipatorische positionen per se dämonisiert und als zu radikal, als (zu) militant labelt, völlig unabhängig ob die position eine feministische ist oder nur ganz unkritisch über geschlecht geredet wurde, völlig unabhängig ob eine radikale oder militante position auch nur in der nähe ist, usw... und gelichzeitig die position der person, die die dämonisierung vollzieht, den geist beschworen hat, indem sie etwas als 'schwanzabemanzenmässig' gelabelt hat,... diese position, völlig unabhängig von dem inhalt, als 'angemessen', 'besser-emanzipatorisch', 'weitsichtig' usw... (je nach formulierung) darstellt...
ich hoffe es jetzt deutlicher geworden, worum es mir geht.
nun: zum zweiten teil deines kommentars, wenn von dir oder in deinem umfeld feministische positionen von 'männern' als 'grotesk', das auftauchen 'recht lustig' bzw ausserhalb jeglicher realität empfunden werden, bin ich froh, dass ich ich andere lebenswelten kenne und an und in diesen arbeite.... und sehe mal wieder für mich, wie wichtig es ist sich von 'normalen' bzw normativen realitätsrahmen (lese: lebenswelten) abzugrenzen.
es ist 2008 und bestimmte formen von abgrenzung und 'seperatismus' sind immernoch nötig, wie traurig aber wohl notwendig.
seltsamguck...
nein, in meiner lebensumgebung passiert so etwas im normalfall nicht, ich halte es nur für ein wahres stereotyp.
nein, separatismus ist nicht meine reaktion, denke ich. den realitätssrahmen dieser menschen in frage zu stellen, ist doch erheblich interessanter (und nützlicher).