ich konnte es heute nicht lassen und musste 'etwas' sockenwolle kaufen. naja, ein paar nadelspiele sind dann auch noch dazu gekommen.
aber zum glück war ich nur in einem dusseligen kaufhaus und keinem fachgeschäft, welches bestimmt noch mehr begehrlichkeiten geweckt hätte (über preise und sparmöglichkeiten reden wir jetzt nicht).
das foto ist zwar nicht sehr schön geworden nur so mit zimmerbeleuchtung, aber das macht jetzt nix.
nun habe ich aber eben versucht meine errungenschaften in meinem
ravelery 'stash' einzugeben, welches die veröffentlichung meines privatwolllagers darstellt. ich weiss noch nicht welchen zweck oder sinn das für mich oder die community haben wird, wenn man sehen kann, was für wolle ich habe, aber warum auch immer ich es überhaupt tun sollen möchte.... ich werde irgendwie aus den ganzen englischen fachausdrucksabkürzungen in der eingabemaske nicht schlau, so dass ich es bisher noch nicht geschafft habe.
wichtiger ist jetzt aber eh die frage, ob ich gleich mit dem nächsten paar socken anfange und wenn ja, welchem muster und welcher wolle.... hmmm.
es hat immer noch keine ende genommen. dafür kommt jetzt allerdings das ende des gesammten projektes ins gespräch.
Distel ist ansteckend.
die erste-ansteckung war vor gefühlten ewigkeiten, als distel mich mit ihrem quilt-handarbeits-'wahnsinn' ansteckte, und mich dazu bracht mit dem stricken anzufangen, da ich durchaus grösseren bedarf an stricksocken habe, was allerdings eher ein schleppendes unterfangen geblieben ist. aber wie
Lucia richtig anmerkte, habe ich ja nicht 300jahre schleppend langsam vor mich hingestrickt, sondern zwischendurch bestimmt auch einfach anderes getan.
schlussendlich hahe ich aber kürzlich dann doch meine erste selbstgestrickte socke fertiggestellt. ja es darf applaudiert werden, auch eine einzelene socke ist eine meilenestein, der ja die teilbrocken, ferse und kappe, so heisst doch die spitze der socke, beinhaltet.
mit den beiden tollen ladys habe ich gestern nämlich zusammengesessen: es wurde geschnackt, es wurde wunderbar zusammen gekocht und gegessen, es wurden heissgetränke getrunken, es wurde von erfolgreich durchwanderten 'wäldern berichtet, es wurde meine peinliche buchempfehlungen verlacht, ja und sowas wie ein live-horror-hör-lust-spiel hatten wir auch. es war also ein sehr schöner abend.
und es wurde gestrickt. selbstverständlich wurde auch gestrickt. und distel konnte es nicht lassen, mich bei der socke nummer zwei zu einer '
nixung' zu 'nötigen' bzw virulente neugierbegeisterungsbazillen zu übertragen (ich glaube diese lustigen gelben riesen-schulungs-nadeln mit der dicken pinklila wolle waren das injektionswerkzeug), so dass ich gestern schon die ersten zentimeter 'nixen-socken' (von elisabeth bei bestrickendes.de) fertiggestellt hatte.
ja: 'hatte', den ich konnte es gestern nacht nach dem nachhausekommen nicht lassen noch etwas weiterzustricken und habe dabei irgendwo leider ein paar maschen verloren die nicht wieder auffindbar und rekonstruierbar waren. oder genauer, meine rekonstruktionsversuche haben meinen 'ordnungs und qualitätsansprüchen' nicht genügt, so dass ich es wieder aufmachen musste. aber kaum habe ich jetzt die ersten schlucke morgendliches heissgetränk intus, bin ich schon wieder dran, die ansteckung wirkt.
eidechse - 29. Jan, 10:13
erschrecken und genugtuendes amüsement hat mich beschlichen als ich mal wieder in der
www.heidenarbeit.at rumguckte.
da bilden teile der
wurzelwerk-forums-community, die dessen ende mit demokratie demonstrationen und wilden totalitarismus vorwürfen spickten, ein nachfolgeforum, wo recht offen
das ende der offenheit und toleranz diskutiert wird (was für sich jetzt keine so unübliche und neue meinung zu christlichem in heidnischen kreisen ist), aber derart zugespitzt, dass es tatsächlich in einer 'entweder gehst du oder ich gehe situation' (ja, darin ist auch eine erpressung angelegt, wenn man es auf den gruppenprozess bezieht) zwischen zwei langjährigen community-leuten mündet.
und die eine hat sich jetzt durchaus zurückgezogen, wobei das vorrangig 'aus persönblichen gründen' gelabelt ist.
schon an letzterem zeigt sich, dass das alles nicht so gradlinig und ursache wirkung ist, wie es sich hier abbildet wenn man die drei momente: wuweende mit vorwürfen, toleranzdiskussion in der heidenarbeit, rausziehen der einen diskutantin, hintereinanderstellt, das ist mir schon klar.
die genugtuung 'ich habs ja doch gewusst' dass es viel leichter ist basisdemokaratie ansprüche zu formulieren, als es erschreckenderweise ist, diesen auch zu genügen, bleibt aber.
eidechse - 24. Jan, 10:56
weil
es ja noch nicht genug ist, geht es weiter, wir haben ja auch keine anderen sorgen.
eidechse - 19. Jan, 19:02
ich hab mich von der regenbogenhain-mailingliste abgemeldet, welche so eine lesBIschwule-hexen-heiden-liste ist.
auslöser war ein diskussion um einen verlinkten artikel, wo es um neuheiden und nazis ging.
daraufhin gab es auf der liste eine empörung, aber nicht etwa über die faschoideologiegesprängsel und die konkreten nazis, die in heidenkreisen immer wieder 'auftauchen', sondern vorrangig darüber, dass das doch eine gemeinheit, unverschämtheit und verleumdung sei, die armen unterdrückten heiden 'damit' in verbindung zu bringen.
eine klare fehl-empörung, würde ich sagen.
da gabs auch sehr passende gegenpositionen dazu, keine frage, aber für mich waren es zuviel 'recht(s)schaffende mitte' argumentationsmuster die da auftauchten, als dass ich mich da weiter wohl gefühlt hätte.
ich finde es reicht halt nicht sich zu 'den guten' gehörig zu definieren, und dann nur noch darüber zu empören, wenn das nicht so gesehen wird, von einzelnen recht(s) problematischen argumenten noch mal ganz abgesehen, die in dem empörungsschwall gleich mal eingestreut geblieben sind.
eidechse - 15. Jan, 11:52
ich war gestern mit zwei freundinnen im neujahrskonzert mit peterlicht in der volksbühne.
seine ersten beiden alben finde ich ganz wunderbar, und deswegen habe ich mich dazu gerne bewegen lassen, auch wenn ich das dritte album nicht mehr so toll fand, weil er seine wunderschönen elektropoparrangement durch so gitarrenpop ersetzt hat, was ich eigentlich schnurzlangweilig finde. das war für mich eigentlich das besondere, dass er so schöne, kluge, leichte und tiefe und lustige texte eben nicht, wie es sonst so üblich ist, mit so einem immer gleichen gitarrenpop sound vorgetragen hat, sondern auch der sound und die arrangements ähnlich vielschichtig wie die texte sind. das neue album kenne ich noch garnicht, aber es hiess in irgendeiner plattenkritik, dass er da viel mit piano passieren würde...
jedenfalls habe ich mich von seiner musikalischen 'wendung' nicht abschrecken lassen und bin zum konzert gegangen, was mir viel spass gemacht hat.
neujahr, etwas müde und verfeiert im theatersessel sitzen und feiner musik lauschen, ist an sich schon eine gute idee, der charmante humor und die tiefsinnige leichtigkeit von peterlicht ist da aber auch noch genau die passende mischung gewesen.
wir hier und unsere unsterblichen seelen
sag mir wie sollten wir arm sein?
wir und der unpfändbare rest unserer herzen
was sollten wir anders sein als frei?
frei frei frei sollten, frei sollten wir sein
sonst könnten wir uns nicht davon befreien, frei frei zu sein
peterlicht: an meine freunde vom leidenden leben
Die Schwerkraft
ist überbewertet
man braucht sie gar nicht
wie man ja wohl im Weltraum sieht
Und die Sonne
kocht auch nur mit Wasser
Die soll sich nicht so aufspielen
die gelbe Sau
peterlicht: lied gegen die schwerkraft
Hast du schon hast du schon gehört das ist das Ende
Das Ende vom Kapitalismus – jetzt isser endlich vorbei
Vorbei vorbei vorbei vorbei vorbei vor-horbei
Vorbei vorbei vor vorbei vorbei
Jetzt isser endlich vorbei
peterlicht: lied vom ende des kapitalismus
solange in der gesellschaft eine ungleichheit von menschen durch geschlecht hergestellt wird und herrscht, eine auf- und abwertung durch vergeschlechtlichung stattfindet, hat es nicht die gleiche bedeutung und den gleichen effekt (für eine emanzipation) wenn verschiedene geschlechter das gleiche tun.
argumente, wie 'die frauen' machen das doch auch (für die emanzipation), also ist es doch auch 'gut' wenn 'die männer' das gleiche tun, machen daher wenig sinn, denn sie suggerieren fälschlicherweise nicht nur dass es eine 'gleiche' ausgangslage gibt, sondern lassen unberücksichtigt, dass sich aus der unterschiedlichen lage im geschlechtersystem unterschiedliche 'emazipationsaufgaben' ergeben.
nehmen wir z.b heldengeschichten, da wäre die ausgangslage, dass männer eher als protagonisten auftauchen (im alleingang, bzw vermeintlichen alleingang, weil z.b. 'hilfe' nicht oder sehr bedingt als eigenständiges wirken andere figuren auftaucht, sondern eher auch 'beim helden landet' weil es z.b. selbstverständlich ist 'ihm zu zuarbeiten'), während frauen garnicht oder aber nur als randfiguren auftauchen, die dann auch noch ein bestimmtes weiblich eingeschränktes rollenrepertoire haben, (die aus liebe unterstützende, die eifersüchtige, indirekte, bösartige, intrigante hinterspielerin, das objekt und 'der passive spielball' der geschichte', während männliche randfiguren durchaus 'entscheidend' z.b. als mentor oder partner/verbündeter auftauchen 'dürfen').
während es bei so einer ausgangslage emanzipatorisch gesehen sinn macht z.b nach heldinnen zu suchen und frauenfiguren in den mittelpunkt zu rücken (und männern andere rollen zu geben oder sie mal raus zu lassen), währe die emanzipatorische aufgabe auf seite der männlichen figuren eben nicht 'die gleiche' (auch nicht einfach eine vermeintlich umgekehrte), sondern evtl. eher die kooperation und das teamwork des helden auch mit frauen herauszuarbeiten, als auch im besonderen die 'randfiguren' aus ihren angestammten rollen zu entlassen: es darf ja auch mal eine mentorin sein, oder für die liebe/freundschaft eines mannes gekämpft werden, bzw müssen auch männer 'mal' gerettet werden.
man sollte nicht aus dem blick verlieren, dass die held_innen-geschichte für sich schon ein 'männlicher' topos ist.
die zentrale figur wächst mit mehr oder meist weniger hilfe, aber in der entscheidenden situation allein über sich hinaus, kämpft sich durch und rettet die welt, um dabei auf jeden fall zu siegen.
ein immer siegreicher einzelkämpfer (welchen geschlechts auch immer, wenn auch meist männlich),
weswegen eine emanzipatorischen 'umschreibung' nach dem motto 'das gleiche bloss umgekehrt' garnicht so einfach funktioniert.
dann wäre nämlich eine männliche figur eben nicht der held sondern eine der randfiguren und das ganze würde ein anderes genre werden müssen, weswegen auch das stärken von teamarbeit und kooperation innerhalb einer held_innengeschichte grenzen hat (mir ging es dabei eher darum, dass die hilfe, zuarbeit und kooperation in ihrer unterschiedlichen wichtigkeit für die geschichte je nach geschlecht nicht so stereotyp daherkommt).
dabei wäre vielleicht auch zu bedenken, dass, so wichtig held_innen geschichten als vorbilder für menschen aller möglichen und unmöglichen geschlechter auch sind, dass sie eben nur bestimmte erfahrungen, lösungstrategien und perspektiven eröffnen. ich weiss nicht ob männer in dieser gesellschaft unbedingt vorrangig geschichtlich- einzelkämpfer-schulung brauchen, ich glaube da gibt es, im gegensatz zu z.b frauen und anderen marginalisierten geschlechtern, eher an anderen stellen 'nachholbedarf' an vorbildgeschichten.
hinzu kommt auch, dass es viel eher eine emanzipationsaufgabe für junx ist, wenn sie, anstatt vorrangig versuchen alte oder neue, bessere, männliche helden zu suchen, (gegen, oder in analogie der feministischen umschreibungen) auch selbstverständlich aus heldinnen- und überhaupt 'frauen'geschichten etwas über sich lernen und darin vorbilder finden, als auch in anderen geschichtsgefilden zu forschen, die nicht von vornherein einem 'männlichem' oder typisch 'männlichem' topos entsprechen.
suchst 'du' dennoch helden? männer, die allen widrigkeiten zum trotz ihren weg gehen? meist im alleingang? und dabei über sich hinaus gehen und die welt verändern? evtl. sogar (im kleinen) retten?
lies schwule coming out geschichten, da findest 'du' evtl. die 'neuen' helden.
eidechse - 29. Dez, 13:38

das ist also die myrte, wie sie grade gefrostet wird und das nachdem ich jedes blatt von hand mit fingernagel und pinsel von schildläusen befreit habe und mit neemsamensud bepinselt.
jedes blatt! die planze ist so 60 bis 70 cm hoch. jedes kleine dusselige blatt, und darüber ist es dann auch dunkel geworden, wie sich am himmel ablesen lässt. bekomme ich jetzt wenigestens einen preis für besondere geduld? irgendwelche spirituellen gutscheine wegen besonderer pflanzenliebe? naja es würde schon reichen wenn die schildläuse weg sind und bleiben.
eidechse - 28. Dez, 17:49
ich kann meinen kopf kaum bewegen ohne, dass es schmerzt, vom liegen in den üblichen schlafhaltungen mal ganz zu schweigen. also bin ich dabei schmerzmittel zu schlucken, damit ich nicht immer weiter verkrampfe, reibe mich mit wärmenden und durchblutungsfördernden ölen ein, und habe mein kirschkernmonster im nacken liegen, aber irgendwie verschafft das grad keine gefühlte linderung... aber hoffentlich kommt das noch.
ich hab ja oft, und in letzter zeit verstärkt, verpannungen im nacken, die die bewegung leicht einschränken. daran bin ich quasi schon gewöhnt, was vielleicht der fehler ist. diese verpannungen haben sich bisher auch durch yoga nicht gebessert. allerdings sind sie dadurch auch nicht schlimmer geworden, ich konnte den status quo halten, aber in den letzten wochen ist yoga zu kurz gekommen und da haben wir den ärger.
ausserdem hat meine myrte immer noch schildläuse. bisher bin ich die weder durch neem behandlungen noch durch mühsames absammeln losgeworden. jetzt hab ich die pflanze, die etwas frost verträgt, rausgestellt, und hoffe dass den gemeinen saugern so eine frostschockkur verpassen kann, um dann nochmal mit neem und absammeln ranzugehen.
jetzt muss ich natürlich gucken, dass die sauger nicht auch auf andere pflanzen übergesprungen sind. das wäre also mein programm für die nächsten stunden.
eidechse - 28. Dez, 14:18
Alex (Inés Efron) ist eine 15-jährige Intersexuelle. Sie hat männliche und weibliche Genitalien, lebte aber bisher als Mädchen, was durch hormonelle Medikamenteinnahme möglich war. Damit hat sie nun jedoch aufgehört, was früher oder später zur Vermännlichung ihres Äußeren führen wird.
so beginnt
wiki die zusammenfassung!
mal wieder ein guter film, auch wenn es schon ein drama ist und deswegen keine leichte kost.
eidechse - 18. Dez, 01:53
ich habe ja eigentlich urlaub, was schön ist, um mal abstand von dem lohnarbeitsalltagsnerv und von kollektivnerv zu haben.
deswegen habe ich mich auch bis gestern abgegrenzt und mich geweigert mir das neuste (alte) kollektivdrama anzuhören, ....
...bis gestern.
und es ist nicht nur drama sondern schlimm, richtig schlimm, selbst wenn ich vom erzählten das eine oder andere rausfiltere.
ich war ja nur durch erzählung beteiligt und selbst mit dieser distanz fang ich in kleinkriegs kategorien zu denken an und kann einzelne personen nicht mehr als person sondern nur als psycho oder krank oder sonstwie pathologisiert denken usw... und das ganze ist nur eine neue runde in einem alten konflikt.
nagut, ich habe noch genug distanz, dass es im moment eher wie ein schlechter witz bei mir ankommt. (klingt jetzt zu obrigem etwas widersprüchlich, aber wenn ich drüber mit jemandem rede finde ich es voll schlimm und hab voll die filme, und wenn ich aufhöre zu reden, mach ich distanz indem ich (noch) drüber lache)
gleichzeitig muss ich an ganz anderen ecken und in ganz anderen konflikten wo ich zum glück nur am rande rumstehe, sowas von "es ist eine tatsache, dass wir das basisdemokratisch machen" lesen, als müsste man das nur beschliessen und das passiert dann von allein. da kann ich vor dem hintergrund der harten arbeit, die das zu bestimmten zeiten auch ist, einfach nur lachen.
bitter lachen.