Montag, 31. Januar 2011

Gay Uganda

Ich war die letzte woche von der ermordung des ugandischen gay rights aktivisten David Kato geschockt, der mittwoch 26.01.11 mit schwerer kopfverletzung in seiner wohnung aufgefunden wurde und auf dem weg ins Krankenhaus starb.
dies geschah nachdem letztes jahr in der ugandischen boulevardzeitung rolling stone eine liste von 100 glbts mit bild und adresse veröffentlicht wurde, mit der aufforderung sie zu hängen. David Kato hat mit der organistaion SMUG (Sexual Minorities Uganda) erfolgreich gegen die veröffentlichung geklagt.
die umstände des mordes sind noch nicht genau geklärt aber offizielle stimmen waren schnell dabei dies von den aktivitäten als gay rights aktivisten abzukoppeln.
bei der beerdigung am freitag 28.01.11 kam es zum eklat, als der priester es sich nicht nehmen liess, eine hasspredigt gegen gblts zu starten. er wurde von freunden und mitaktivist_innen david katos unterbrochen, teile der bevölkerung des ortes unterstützen den pfarrer und die polizei musste einschreiten.
in dieser emotionalen trotzreaktion haben sich viele gays und aktivist_innen exponiert und damit 'geoutet'.
aus den gesprächen mit einem freund in uganda und aus dem blog gayuganda konnte ich erfahren, dass nun die Sorge umgeht, was sich daraus für konsequenzen für die exponierten personen ergeben.
dabei spielt es auch eine rolle, dass in wenigen wochen die präsidentschaftswahl in uganda ist. es geht die vermutung um, dass die 'bemühungen' um aufklärung des mordes oder auch die zurückstellung des anti-homosexuellen gesetzes, gegen das sich hauptsächlich die aktivitäten von SMUG richteten, nur dem (internationalem?) ansehen von präsident Museveni vor der wahl geschuldet sind, und nach der (warscheinlichen wieder-) wahl, das verschärfte anti-homosexualitäts gesetz wieder zur debatte stehen wird.
die befürchtungen gehen also davon aus, dass sich die bereits feindselige lage nach der wahl und nach der exponierung bei der beerdigung noch verschlimmern könnte.

wer, neben links zur berichterstattung, eine persönliche und eine innensicht zu dem thema lesen mag, dem sei das blog gayuganda empfohlen.

Donnerstag, 27. Januar 2011

may my loved ones be protected and there will be no harm

Ich bin so unendlich traurig und habe Angst um meinen Freund in Uganda. Ich bitte alle Kräfte des Himmels und der Erde ihn zu beschützen, dass ihm kein Leid geschehe.



Vor ein paar Tagen habe ich noch mit ihm gechattet und er erzählte mir, dass er bei seinem Chef angeschwärzt und beschuldigt wurde, sex mit einem seiner Studenten gehabt zu haben.
Wer die Nachrichten verfolgt hat, hat vielleicht mitbekommen, dass im letzten Jahr ein Gesetz in Uganda durchgebracht wurde zur Abstimmung vorgelegt wurde, welches die Kriminalisierung von Homosexuellen weiter verschärft, z.B. lebenslange Haftstrafen und sogar die Todesstrafe für Homosexuelle fordert. Letzteres konnte zwar Die Abstimmung konnte durch internationalen Druck abgewendet werden, was aber die gesellschaftliche Lage nicht verändert, in der so ein Gesetzentwurf überhaupt möglich ist. Es liegt nun in der Schublade, 'griffbereit'. So veröffentlichte der Rolling Stone (uganda) Bilder von Homosexuellen und forderte sie zu hängen.
Mit 'Erfolg'.
Heute bekomme ich über eine symbolische Facebook-aktion mit, dass David Kato gestern ermordet in seinem Haus aufgefunden wurde. Er war einer der Aktivisten, der sich in Uganda für die Rechte von Homosexuellen eingesetzt hatte und zu dessen Mord im Rolling Stone aufgerufen wurde.

(kleine ungenauigkeiten habe ich editiert)

David Kato, möge er in Frieden Ruhen.



May my loved ones be protected and there will be no harm, may their loved ones be protected and there will be no harm. No harm.

Mittwoch, 26. Januar 2011

ein bisschen musik


(sis - gallian)

mich hatte ja eine fette erkältung in der letzten zeit darnieder geschmissen, die mir immernoch in der lunge und den knochen steckt. so richtig viel ist also nicht passiert. gestern habe ich die letzten recyceling-woll stränge im heissen wasser gewässert, sie trocknen nun und sind dadurch etwas gebügelt.
ich muss da nochmal mit distel reden, weil ich denke, dass man die wolle nur sinnvoll weiterverwenden kann, wenn nochmal 2 fäden zusammengezwirnt werden, sonst ist die wolle zu lose und zu dünn.

ansonsten habe ich die letzten tage in neuer musik gestöbert. mein musikalisches interesse wandert ja immer zwischen verschiedenen zeiten, genren aber auch zwischem dem gefühl 'gesättigt zu sein' so dass ich eher in meiner sammlung stöbere und dem gefühl lust auf etwas neues zu haben. grad geht mein blick nicht so sehr zurück, sondern schaut eher auf zeitnahe produktionen von house oder aber IDM (intelligent dance music, also alles was sich an elektronischem experimentellem nicht so genau einordnen lässt)


(tipper - hourglass infringemt)


(âme - setsa)

Donnerstag, 20. Januar 2011

wollrecycling teil 2.

yarn recycling
(ein besseres foto hab ich heute nicht hinbekommen)

nachdem ich diese woche mit distel die bestellte wolle mit der niddy-noddy ausgetauscht habe, konnte ich meine improvisierten stränge in ordentlich gewickelte verwandeln.
bis auf wenige war das auch nötig, weil es ganz schön verheddernd aufgewickelt war. schöner sind die stränge jetzt auf jeden fall die wie 'ramen'-nudeln aussehen, weil man sie jetzt in sich zu diessen süssen wollraupen zusammendrehen kann (dafür gibts bestimmt auch nen begriff).

ein strang war wohl irgendwie mit wachs in kontakt gekommen, so dass ich vorsichtig versucht habe das mit heissem wasser und spülmittel rauszubekommen.
dazu habe ich den strang mit handwarmen wasser im topf vorsichtig auf etwa 80° erwärmt, vorsichtig geschwenkt und im spülwasser bewegt und dann runterkühlen lassen.
im heissen wasser waren die 'nudeln' immernoch krisselig.
anschliessend habe ich den strang kurz in ein handtuch gewickelt und ausgedrückt und mit teekannenbeschwerung, also unter spannung, trocknen lassen.
ob alles wachs raus ist werd ich dann beim färben sehen, aber ich kann zumindest keine wachsstellen mehr fühlen. das sieht jedenfalls schon nach halbwegs 'richtiger' wolle aus, wobei ich dann auch beim färben feststellen werde, ob die wolle in die alte ramen-nudel-form zurückfällt.
was sich nicht mehr ändern lässt, ist, dass die einzelnen fäden nur sehr lose, also: _sehr_ lose, verzwirnt sind: wie distel mit ihrem spinnerfahrenem auge erblickt hat, lässt sich das nicht so einfach nachträglich verzwirnen, weil jeweils 2 der 4 fäden schon verzwirnt sind und ... äh und was eigentlich?
vielleicht sollte ich ein probestück machen, um zu sehen, wie sich das garn verarbeiten lässt.

erstmal möchte ich jetzt aber alle stränge mittels feuchtigkeit und spannung glätten.

Mittwoch, 19. Januar 2011

it gets better

auch wenn ich es finde, dass Reteaching Gender and Sexuality den besseren weg darstellt und ich den ausspruch:
"this is not about how it gets better when i'm older"
"i want my life to be awesome _now_"

viel besser finde,

möchte ich doch diesen tollen song und das video von rebecca drysdale zeigen:

Dienstag, 11. Januar 2011

"will i be pretty?"



Pretty by Katie Makkai

When I was just a little girl, I asked my mother, “What will I be? Will I be pretty? Will I be pretty? Will I be pretty? What comes next? Oh right, will I be rich?” Which is almost pretty depending on where you shop. And the pretty question infects from conception, passing blood and breath into cells. The word hangs from our mothers' hearts in a shrill fluorescent floodlight of worry.

“Will I be wanted? Worthy? Pretty?” But puberty left me this funhouse mirror dryad: teeth set at science fiction angles, crooked nose, face donkey-long and pox-marked where the hormones went finger-painting. My poor mother.

“How could this happen? You'll have porcelain skin as soon as we can see a dermatologist. You sucked your thumb. That's why your teeth look like that! You were hit in the face with a Frisbee when you were 6. Otherwise your nose would have been just fine!

“Don't worry. We'll get it fixed!” She would say, grasping my face, twisting it this way and that, as if it were a cabbage she might buy.

But this is not about her. Not her fault. She, too, was raised to believe the greatest asset she could bestow upon her awkward little girl was a marketable facade. By 16, I was pickled with ointments, medications, peroxides. Teeth corralled into steel prongs. Laying in a hospital bed, face packed with gauze, cushioning the brand new nose the surgeon had carved.

Belly gorged on 2 pints of my blood I had swallowed under anesthesia, and every convulsive twist of my gut like my body screaming at me from the inside out, “What did you let them do to you!”

All the while this never-ending chorus droning on and on, like the IV needle dripping liquid beauty into my blood. “Will I be pretty? Will I be pretty? Like my mother, unwrapping the gift wrap to reveal the bouquet of daughter her $10,000 bought her? Pretty? Pretty.”

And now, I have not seen my own face for 10 years. I have not seen my own face in 10 years, but this is not about me.

This is about the self-mutilating circus we have painted ourselves clowns in. About women who will prowl 30 stores in 6 malls to find the right cocktail dress, but haven't a clue where to find fulfillment or how wear joy, wandering through life shackled to a shopping bag, beneath those 2 pretty syllables.

About men wallowing on bar stools, drearily practicing attraction and everyone who will drift home tonight, crest-fallen because not enough strangers found you suitably fuckable.

This, this is about my own some-day daughter. When you approach me, already stung-stayed with insecurity, begging, “Mom, will I be pretty? Will I be pretty?” I will wipe that question from your mouth like cheap lipstick and answer, “No! The word pretty is unworthy of everything you will be, and no child of mine will be contained in five letters.

“You will be pretty intelligent, pretty creative, pretty amazing. But you, will never be merely 'pretty'.”

(found written here)

Samstag, 8. Januar 2011

jahresbeginn

eigentlich geht es ja meist recht nahtlos weiter, und der jahreswechsel ist nur so ein symbolischer einschnitt der aber gar kein besonderes vorher-nachher bewirkt. aber als überschrift für die letzten tage taug er trotzdem.
frau tod

eine liebe freundin war jetzt für einen monat in mexico und hat mir diese wunderschöne frau tod mitgebracht. es gab auch eine wrestlingmaske und absurde naschereien, wie z.b. sour flush (zum gucken da klicken)
aber vor allem einiges zu erzählen und gut ist's ihr ergangen.

am mittwoch gabs wieder einen schönen stricktreff. das läuft grade richtig gut und was ich hörte, hat es den anderen auch spass gemacht. ich mach mir ja manchmal dann schon sorgen, ob sich alle wohl und einbezogen fühlen, bin aber mit dem erklären und 'workshoppen' oft auch mit einzelnen beschäftigt und verliere dann evtl die gruppe als ganzes aus dem blick. meine night tabi socken habe ich deswegen auch erst am nächsten tag fertig gestellt.
dann habe ich nach einigen überlegungen ein paar stulpen nach dem No Cable Socks muster (->PDF) angeschlagen, weil mir bei ravelry da ein projekt mit dem muster so gut gefallen hat. aber irgendwie wird das muster mit meiner wolle nicht so schön (wie bei den meisten anderen projekten auch nicht, es ist wirklich nur eines gelungen, scheint es mir). ich werde es glaube ich wieder aufmachen und lieber nochmal stulpen mit “Broad Spiral Rib” von Barbara Walker’s First Treasury stricken, die bei den 9 to 5 Socken verwendung finden. das ist ja recht ähnlich mit diesen verdrehten maschen, die dann nach zopfmuster aussehen, und ist ausgesprochen schön, auch mit meiner sockenwolle.

und damit wären wir beim eigentlichen thema: stash beyond lifetime.
ich habe wieder sockenwolle bei supergarne bestellt, für mich und distel. ich konnte es einfach nicht lassen und mich nicht beherrschen bei den angeboten. besonders schön finde ich im knäul die sockenwolle mit dem seidenfaden, der so einen garn mit glänzendem ringel gibt (wie heisst so 'zweifarbiges' garn, tweed ist es nicht, das ist ja mit bunten noppen, sondern wo zwei verschiedene fäden verzwirnt sind, hier sind es nicht wirklich zwei farben sondern zwei materialien mit sehr ähnlicher farbe)
wollshopping

und ihr könnt nun raten, welches von den knäulen wohl nicht für mich sondern für distel ist.

Donnerstag, 30. Dezember 2010

jahresabschluß

es kam doch anders als ich dachte.
ich hatte mir die zeit zwischen den jahren arbeitstechnisch freigeschaufelt, um ganz entspannt zuhause zu verbingen, zu stricken, mich der besinnlichkeit hinzugeben.

daraus ist nix geworden.
mein mitbewohner hat eine küchenrenovierung initiiert.
während ich vor 2 jahren noch über kleine verschönbesserungen in der küche ganz froh war ...
P1000732

... stand jetzt mit einer holz-arbeitsplatte ein grösses projekt an.
was man auf dem oberen bild nicht sehen kann:
die resopal-arbeitsplatte war zusammengstückelt und direkt bei der kochmulde war ein putztechnisch sehr unangenehme naht. lang genug war sie auch nicht und somit war arbeitsfläche verschenkt. ausserdem war alles krumm und schief; das öl in den pfannen floß immer zur seite und verrostet waren die herdplatten auch.
also wurde kurzerhand auch noch ein neues kochfeld besorgt und dank eines angebots zu induktionstechnik gegriffen. das ist zwar immernoch kein gas, was der wunschtraum gewesen wäre, aber kommt diesem vom kochen am nächsten. eine gasinstallation wäre einfach zu teuer und kompliziert zum installieren gewesen.

also habe ich jetzt 3 tage mit meinem mitbewohner damit zugebracht:
alles ersteinmal freizuräumen,
in die hollzplatte spül- und kochmuldenlöcher zu sägen,
ohne passendes werkzeug in die metallspüle ein loch für den wasserhahn zu bringen,
die holzoberfläche zu schmirgeln und zu ölen, was so toll aussieht,
die unterbauschränke trotz der seltsamen rohrinstalltion richtig an die wand zu bringen, um diesen kleinen absatz loszuwerden, der oben auf dem bild noch mit fliesen versehen wurde, und vor allem die schränke stabiler und richtig grade auszurichten.
die lädierten türen und schubladenfronten wurden ersetzt und mussten mit griffen bestückt werden,
kleine reperaturen und puzzelaufgaben am laminatboden gab es auch zu tun,
und dann musste spüle und herd (inkl.der wasser und strominstallation) in die arbeitsplatte eingebaut werden,
noch ein paar regale wurden umgesetzt und alles wieder aufgeräumt und geputzt.

uff, selbst das aufzählen ist schon anstrengend, und ich bin jetzt ganz schön schlapp, aber das ergebnis macht es wieder wett.

neue küche

neue küche

Dienstag, 28. Dezember 2010

stricknachrichten

mir scheint, ich vernachlässige mein blog.
nagut, ich war ein bisschen winterlich-lichtmangelig-moody und von daher eh nicht so kommunikativ.

eigentlich wollte ich schon vor zwei wochen, direkt nach dem stricktreff davon schwärmen, was ich für ein schönes lacetuch von der lieben distel _geschenkt_ (in worten: geschenkt) bekommen habe. es ist so schon wunderschön, in blautönen, aber ich überlege, ob ich es zart magenta überfärbe, weil es dann in magenta-violett tönen genau meine farben und perfekt wäre. aber bisher habe ich mich noch nicht getraut. vielleicht bleibt es auch einfach so, weil die nuancen im blau so schön sind, und ich es nicht zerfärben mag, das würde nur als 'lasur' sinn machen.
jedenfalls hat es meine hals schon oft warm gehalten, wobei ich immer etwas ängstlich bin, dass ich irgendwo festhake oder eine katze sich reinkrallt und das zarte gewebe verletzt.
nochmal ein riesengrosses danke dafür.

bleiben wir beim stricken: ich habe tatsächlich (mal wieder gegen mein prinzip ;-) ein geschenk gestrickt; socken für meine mutter zu weihnachten.
vinnlandia
leider macht meine digicam bei grüntönen irgendwie komische sachen, der farbton passt irgendwie trotz mühen am bildbearbeitungsprogramm nur entfernt zu dem türkis-petrol farbton den die socke eigentlich hat.
ich bin sehr zufrieden mit dem ergebnis gewesen, das vinnland-muster ist einfach super.
allerdings hatte ich den eindruck, dass meine mutter das nicht genügend gewürdigt hat. von daher wird das eine einmalige sache bleiben.

an dem wollrecyceling-project bin ich noch dran. danke auch für die tips und kommentare dazu.
woll-recyceling
woll-recyceling

im moment sind die stränge als woll-spann-installation-mit-teekanne aufgehängt.
aber leider habe ich sie recht ungleichmässig gewickelt, so dass nur die kurzen windungen etwas gespannt sind.
von daher lohnt sich m.E. das nassmachen&trocknen noch nicht und ich brauche erstmal eine kreuzhaspel, um 'ordentlichere' stränge zu wickeln.

apropos woll-tools: eine freundin hat mir ihr spinnrad als dauerleihgabe angeboten. ich weiss noch garnicht, ob ich in die spinnerei einsteigen möchte, aber ich mag es ausprobieren. das spinnrad muss ersteinmal zu mir reisen, und es ist noch ungewiss, wann eine mitfahrgelegenheit es zu mir bringen kann. das ist ein weiteres projekt was mich ganz aufgeregt und neugierig macht.

ansonsten lerne ich grade anhand meiner night-tabi socken (der erste ist schon fertig), wie man einzelne zehen und somit auch theoretisch fingerhandschuhe strickt.
night tabi

Mittwoch, 8. Dezember 2010

wollpulli-recycling

wollpulli-recycling

mein alter woll-troyer hat ausgedient. weinflecken, die sich nicht entfernen lassen und löcher an den bündchen machen ihn unansehnlich. das überfärben der flecken lohnt wegen der löcher nicht und somit habe beschlossen ihn auszumustern.

dennoch ist das eine grosse menge reiner schurwolle superwasch die ich nicht einfach 'entsorgen' konnte und so habe ich mich ans aufribbeln gemacht.
ich wusste ja nicht, ob sich das lohnt, ob z.b. die grosse flächen am stück gestrickt sind, oder einfach strickstoff in form geschnitten und genäht, so dass nur einzelne reihen-fäden zu ribbeln sind.

wollpulli-recycling

wie sich zeigte, ist der mit zwei fäden gestrickt; meist jeweils eine reihe hin und zurück, so dass man gleichzeitig zwei fäden aufwickeln muss, was seine ganz eigenen herausforderungen birgt.

ich bin ja grade eh sehr neugierig wie das mit dem maschinellen, industriellen stricken so ist: ob alles kaufstrickwerk von ausgeklügelten maschinen gestrickt ist, oder ob tasächlich irgendwo handgestricktes aus armen arbeiter_innen herausgequetscht wird, weil es immernoch 'billiger' ist, als komplizierte maschinen bzw. die maschinisierung auch seine grenzen bei bestimmten formen/mustern hat.

mal sehen ob sich das aufgeribbelte garn überhaupt verarbeiten lässt, wenn ja, würde ich es gerne färben, aber ein schritt nach dem anderen...

Mittwoch, 1. Dezember 2010

FRUST

motten im stash.... hmmmpfpgrrrml.


okay.. also alle sockenwolle einfrieren... danke für den winter an dieser stelle. und sehen ob und was zu retten ist.

Mittwoch, 24. November 2010

Reteaching Gender and Sexuality

Reteaching Gender and Sexuality from Sid Jordan on Vimeo.


"this is not about how it gets better when i'm older"
"i want my life to be awesome _now_"

http://www.putthisonthemap.org/

Sonntag, 14. November 2010

einen monat später...

seit etwa einem Monat wollte ich hier eine Fortsetzung meines Reiseberichts mit ein paar Fotos und Geschichten verfassen.

NYC

Gloomy Liberty
-gloomy liberty-

Aber als ich mich nach meiner Rückkehr an einem freien Tag dransetzen wollte, überkam mich für den Tag ein tiefer Weltschmerz und es passte da kaum über vergnügliches Reisen zu berichten. Dabei ging es nicht um persönliche Melancholika, sondern es wurde von diversen Nachrichten ausgelöst. Es war wirklich die Welt, die mich schmerzte, nicht eine Portion Selbst(mit)leid.

Innerhalb weniger Wochen wurden in den USA mehrere glbt-Jugendliche in den Tod gemobbt, was erschütterte und ein breites Medienecho nach sich zog; ein Echo, das über 'die Szene' hinausging. Das hatte etwas ermutigendes vor dem schrecklichen Hintergrund. Gleichzeitig gabs es aber auch Übergriffen auf Queers, einer im Stonewall Inn, also im Herzen der queer-community.









Townhouse Garden
(NYC Townhouse Front Garden)

Ich war allso nicht völlig Losgelöst von den Geschehnissen der Welt. Richtig getroffen hat mich aber diese Nachricht, die ich im Zusammenhang mit der Debatte um Kennzeichnungspflicht gelesen habe und von der Forderung einer unabhängige Untersuchungsinstanz der Polizeigewalt begleitet wird. Erschreckend, dass das grundlegende Prinzip der Gewaltenteilung da nicht wirklich gegeben ist. Totalisierung in der brd, man hätte ja aus Geschichte auch was lernen können. Eine Nachricht passend zu Stuttgart 21 und dem (zu dem Zeitpunkt) anrollendem Castor. Es ist ja ganz schön, wenn irgendwelche Polizeigewerkschaftsfuzzis sich solidarisch mit dem Anliegen des Atomprotestes erklärten und wie immer von Deeskalation geredet wird, aber an anderer (?wirklich anderer?) Stelle ein AtomkraftGegener wegen eines anti-atom-stickers festgenommen wird; ein symbolisches Beispiel für die Kriminalisierung von Protesten von Widerstand von Demokratischen Prozessen. Jetzt müsste ich auch von der Durchsuchungswelle in Berliner Buchläden reden.
Entschuldigt die ungenaue Darstellung der Bezugnahmen, es geht hier nicht um eine politische Analyse und Debatte, auch wenn die dringend nötig wäre, sondern darum, wie verschiedene Ereignisse zusammenkommen und eine 'Skizze der Zeit' formen, die über eine hereinbricht; es ist eine emotionale Reaktion.
Vor dem Bild, dass die polizeiliche Staatsgewalt machen kann, was sie will und einer fortlaufenden Kriminalisierung von politischem Widerstand ist die 'Integrations-Debatte' ausgerufen. Und der rassistische Mob bildete sich auch prompt, der 'endlich sagt' was er eh nie verschiegen hat.
Wenn aber dann auch noch die Regierung, der Staat da aufspringt und Multikulti für gescheitert erklärt und mit dem Ausrufen einer deutschen (christlichen, rassistischen, chauvinistischen irgendwie) Leitkultur das demokratische Aushandeln von Gesellschaft über Bord wirft, dann muß ich mich nicht wundern, dass mir einen Tag lang zum heulen war, bevor ich mich wieder abstumpfend zusammenriß. Es sieht leider nicht so aus, als würde es besser werden.
Man mag dem ganzen, z.B. Slavoj Žižek folgend, eine emanzipatorische Leitkultur entgegenrufen; wobei da 'die deutschen', die Regierung und das Gesetz noch einen deutlichen Integrationsbedarf haben.

Metropolitan Museum
(Doug + Mike Starn: Big Bambú; auf dem Dach des Metropolitan Museums)

ein Weg kann nur aus allen Teilen stabil werden auch wenn manchen das zu chaotisch und kompliziert anmuten mag.

Freitag, 12. November 2010

walking through walls

heute nacht konnte ich durch wände gehen.
ich habe sehr spannende wohnungen, räume und architektur und einblicke in die nachtaktivitäten von unbekannten menschen gesehen. meist schliefen die menschen und wenn nicht, war ich bemüht sie nicht dadurch zu erschrecken, dass sie zum beispiel mein gesicht in der wand sahen oder ich überhaupt zu lange in ihrem reich verweilte. es war ein streifen und ein streifzug.

i love nerds: No.3 'female': Rexenne



eigentlich müsste Rexenne die erste nerd sein, denn mit ihrem enthusiasmus und charmant spleenigem style ihre video-tutorials zu drehen, hat sie mich schon vor einiger zeit spät nachts dermassen gefesselt, dass ich mir trotz müdigkeit ihr komplettes drum-karder-tutorial angeschaut habe, obwohl ich vom spinnen und zugehöriger wollvorbereitung bisher die finger gelassen hatte. es ging also garnicht darum, dass ich die information 'brauchte' sondern mir hat es einfach spass gemacht ihr zuzusehen beim werkeln mit der schönen wolle.

Aktuelle Beiträge

Happy Incarnation Day
Happy Incarnation Day
43th (Gast) - 8. Feb, 05:49
merci
merci
eidechse - 28. Okt, 10:16
dankeschön
dankeschön
eidechse - 28. Okt, 10:16
((((hugs)))) :'( <3
((((hugs)))) :'( <3
the artist formerly known as friend (Gast) - 27. Okt, 07:08
<3
<3
ella (Gast) - 25. Okt, 22:53

zubehör

xml version of this page
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB

Web Counter-Modul


-> tee
art to survive
baustelle I
bilderwelten
crafting, oder: die produktionsmittel in den eigenen händen
frust
Gay Uganda
gendertrouble
grünzeug
housemusic
i love nerds
impuls
katzensushi
kurznachricht
my daily zen
Tour de Fleece
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren