Montag, 12. Januar 2009

"Gay Scientists Isolate Christian Gene"

Freitag, 2. Januar 2009

neujahrskonzert vom ende des kapitalismus, von melancholie und gesellschaft.

ich war gestern mit zwei freundinnen im neujahrskonzert mit peterlicht in der volksbühne.
seine ersten beiden alben finde ich ganz wunderbar, und deswegen habe ich mich dazu gerne bewegen lassen, auch wenn ich das dritte album nicht mehr so toll fand, weil er seine wunderschönen elektropoparrangement durch so gitarrenpop ersetzt hat, was ich eigentlich schnurzlangweilig finde. das war für mich eigentlich das besondere, dass er so schöne, kluge, leichte und tiefe und lustige texte eben nicht, wie es sonst so üblich ist, mit so einem immer gleichen gitarrenpop sound vorgetragen hat, sondern auch der sound und die arrangements ähnlich vielschichtig wie die texte sind. das neue album kenne ich noch garnicht, aber es hiess in irgendeiner plattenkritik, dass er da viel mit piano passieren würde...
jedenfalls habe ich mich von seiner musikalischen 'wendung' nicht abschrecken lassen und bin zum konzert gegangen, was mir viel spass gemacht hat.
neujahr, etwas müde und verfeiert im theatersessel sitzen und feiner musik lauschen, ist an sich schon eine gute idee, der charmante humor und die tiefsinnige leichtigkeit von peterlicht ist da aber auch noch genau die passende mischung gewesen.

wir hier und unsere unsterblichen seelen
sag mir wie sollten wir arm sein?
wir und der unpfändbare rest unserer herzen
was sollten wir anders sein als frei?

frei frei frei sollten, frei sollten wir sein
sonst könnten wir uns nicht davon befreien, frei frei zu sein

peterlicht: an meine freunde vom leidenden leben

Die Schwerkraft
ist überbewertet
man braucht sie gar nicht
wie man ja wohl im Weltraum sieht

Und die Sonne
kocht auch nur mit Wasser
Die soll sich nicht so aufspielen
die gelbe Sau

peterlicht: lied gegen die schwerkraft

Hast du schon hast du schon gehört das ist das Ende
Das Ende vom Kapitalismus – jetzt isser endlich vorbei

Vorbei vorbei vorbei vorbei vorbei vor-horbei
Vorbei vorbei vor vorbei vorbei
Jetzt isser endlich vorbei

peterlicht: lied vom ende des kapitalismus

Montag, 29. Dezember 2008

feminismus für anfängerinnen teil 1 (klappe die 95zigste)

solange in der gesellschaft eine ungleichheit von menschen durch geschlecht hergestellt wird und herrscht, eine auf- und abwertung durch vergeschlechtlichung stattfindet, hat es nicht die gleiche bedeutung und den gleichen effekt (für eine emanzipation) wenn verschiedene geschlechter das gleiche tun.

argumente, wie 'die frauen' machen das doch auch (für die emanzipation), also ist es doch auch 'gut' wenn 'die männer' das gleiche tun, machen daher wenig sinn, denn sie suggerieren fälschlicherweise nicht nur dass es eine 'gleiche' ausgangslage gibt, sondern lassen unberücksichtigt, dass sich aus der unterschiedlichen lage im geschlechtersystem unterschiedliche 'emazipationsaufgaben' ergeben.

nehmen wir z.b heldengeschichten, da wäre die ausgangslage, dass männer eher als protagonisten auftauchen (im alleingang, bzw vermeintlichen alleingang, weil z.b. 'hilfe' nicht oder sehr bedingt als eigenständiges wirken andere figuren auftaucht, sondern eher auch 'beim helden landet' weil es z.b. selbstverständlich ist 'ihm zu zuarbeiten'), während frauen garnicht oder aber nur als randfiguren auftauchen, die dann auch noch ein bestimmtes weiblich eingeschränktes rollenrepertoire haben, (die aus liebe unterstützende, die eifersüchtige, indirekte, bösartige, intrigante hinterspielerin, das objekt und 'der passive spielball' der geschichte', während männliche randfiguren durchaus 'entscheidend' z.b. als mentor oder partner/verbündeter auftauchen 'dürfen').

während es bei so einer ausgangslage emanzipatorisch gesehen sinn macht z.b nach heldinnen zu suchen und frauenfiguren in den mittelpunkt zu rücken (und männern andere rollen zu geben oder sie mal raus zu lassen), währe die emanzipatorische aufgabe auf seite der männlichen figuren eben nicht 'die gleiche' (auch nicht einfach eine vermeintlich umgekehrte), sondern evtl. eher die kooperation und das teamwork des helden auch mit frauen herauszuarbeiten, als auch im besonderen die 'randfiguren' aus ihren angestammten rollen zu entlassen: es darf ja auch mal eine mentorin sein, oder für die liebe/freundschaft eines mannes gekämpft werden, bzw müssen auch männer 'mal' gerettet werden.

man sollte nicht aus dem blick verlieren, dass die held_innen-geschichte für sich schon ein 'männlicher' topos ist.
die zentrale figur wächst mit mehr oder meist weniger hilfe, aber in der entscheidenden situation allein über sich hinaus, kämpft sich durch und rettet die welt, um dabei auf jeden fall zu siegen.

ein immer siegreicher einzelkämpfer (welchen geschlechts auch immer, wenn auch meist männlich),
weswegen eine emanzipatorischen 'umschreibung' nach dem motto 'das gleiche bloss umgekehrt' garnicht so einfach funktioniert.
dann wäre nämlich eine männliche figur eben nicht der held sondern eine der randfiguren und das ganze würde ein anderes genre werden müssen, weswegen auch das stärken von teamarbeit und kooperation innerhalb einer held_innengeschichte grenzen hat (mir ging es dabei eher darum, dass die hilfe, zuarbeit und kooperation in ihrer unterschiedlichen wichtigkeit für die geschichte je nach geschlecht nicht so stereotyp daherkommt).

dabei wäre vielleicht auch zu bedenken, dass, so wichtig held_innen geschichten als vorbilder für menschen aller möglichen und unmöglichen geschlechter auch sind, dass sie eben nur bestimmte erfahrungen, lösungstrategien und perspektiven eröffnen. ich weiss nicht ob männer in dieser gesellschaft unbedingt vorrangig geschichtlich- einzelkämpfer-schulung brauchen, ich glaube da gibt es, im gegensatz zu z.b frauen und anderen marginalisierten geschlechtern, eher an anderen stellen 'nachholbedarf' an vorbildgeschichten.

hinzu kommt auch, dass es viel eher eine emanzipationsaufgabe für junx ist, wenn sie, anstatt vorrangig versuchen alte oder neue, bessere, männliche helden zu suchen, (gegen, oder in analogie der feministischen umschreibungen) auch selbstverständlich aus heldinnen- und überhaupt 'frauen'geschichten etwas über sich lernen und darin vorbilder finden, als auch in anderen geschichtsgefilden zu forschen, die nicht von vornherein einem 'männlichem' oder typisch 'männlichem' topos entsprechen.

suchst 'du' dennoch helden? männer, die allen widrigkeiten zum trotz ihren weg gehen? meist im alleingang? und dabei über sich hinaus gehen und die welt verändern? evtl. sogar (im kleinen) retten?
lies schwule coming out geschichten, da findest 'du' evtl. die 'neuen' helden.

Sonntag, 28. Dezember 2008

myrte nachtrag

frost-myrte
das ist also die myrte, wie sie grade gefrostet wird und das nachdem ich jedes blatt von hand mit fingernagel und pinsel von schildläusen befreit habe und mit neemsamensud bepinselt.
jedes blatt! die planze ist so 60 bis 70 cm hoch. jedes kleine dusselige blatt, und darüber ist es dann auch dunkel geworden, wie sich am himmel ablesen lässt. bekomme ich jetzt wenigestens einen preis für besondere geduld? irgendwelche spirituellen gutscheine wegen besonderer pflanzenliebe? naja es würde schon reichen wenn die schildläuse weg sind und bleiben.

verspannt und andere jammereien

nackenschmerzen

ich kann meinen kopf kaum bewegen ohne, dass es schmerzt, vom liegen in den üblichen schlafhaltungen mal ganz zu schweigen. also bin ich dabei schmerzmittel zu schlucken, damit ich nicht immer weiter verkrampfe, reibe mich mit wärmenden und durchblutungsfördernden ölen ein, und habe mein kirschkernmonster im nacken liegen, aber irgendwie verschafft das grad keine gefühlte linderung... aber hoffentlich kommt das noch.
ich hab ja oft, und in letzter zeit verstärkt, verpannungen im nacken, die die bewegung leicht einschränken. daran bin ich quasi schon gewöhnt, was vielleicht der fehler ist. diese verpannungen haben sich bisher auch durch yoga nicht gebessert. allerdings sind sie dadurch auch nicht schlimmer geworden, ich konnte den status quo halten, aber in den letzten wochen ist yoga zu kurz gekommen und da haben wir den ärger.

ausserdem hat meine myrte immer noch schildläuse. bisher bin ich die weder durch neem behandlungen noch durch mühsames absammeln losgeworden. jetzt hab ich die pflanze, die etwas frost verträgt, rausgestellt, und hoffe dass den gemeinen saugern so eine frostschockkur verpassen kann, um dann nochmal mit neem und absammeln ranzugehen.
jetzt muss ich natürlich gucken, dass die sauger nicht auch auf andere pflanzen übergesprungen sind. das wäre also mein programm für die nächsten stunden.

Donnerstag, 25. Dezember 2008

in love with a machine

TB-303



Donnerstag, 18. Dezember 2008

XXY

XXY

Alex (Inés Efron) ist eine 15-jährige Intersexuelle. Sie hat männliche und weibliche Genitalien, lebte aber bisher als Mädchen, was durch hormonelle Medikamenteinnahme möglich war. Damit hat sie nun jedoch aufgehört, was früher oder später zur Vermännlichung ihres Äußeren führen wird.

so beginnt wiki die zusammenfassung!
mal wieder ein guter film, auch wenn es schon ein drama ist und deswegen keine leichte kost.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

psycho kollektiv, runde 695!

ich habe ja eigentlich urlaub, was schön ist, um mal abstand von dem lohnarbeitsalltagsnerv und von kollektivnerv zu haben.
deswegen habe ich mich auch bis gestern abgegrenzt und mich geweigert mir das neuste (alte) kollektivdrama anzuhören, ....

...bis gestern.
und es ist nicht nur drama sondern schlimm, richtig schlimm, selbst wenn ich vom erzählten das eine oder andere rausfiltere.
ich war ja nur durch erzählung beteiligt und selbst mit dieser distanz fang ich in kleinkriegs kategorien zu denken an und kann einzelne personen nicht mehr als person sondern nur als psycho oder krank oder sonstwie pathologisiert denken usw... und das ganze ist nur eine neue runde in einem alten konflikt.

nagut, ich habe noch genug distanz, dass es im moment eher wie ein schlechter witz bei mir ankommt. (klingt jetzt zu obrigem etwas widersprüchlich, aber wenn ich drüber mit jemandem rede finde ich es voll schlimm und hab voll die filme, und wenn ich aufhöre zu reden, mach ich distanz indem ich (noch) drüber lache)

gleichzeitig muss ich an ganz anderen ecken und in ganz anderen konflikten wo ich zum glück nur am rande rumstehe, sowas von "es ist eine tatsache, dass wir das basisdemokratisch machen" lesen, als müsste man das nur beschliessen und das passiert dann von allein. da kann ich vor dem hintergrund der harten arbeit, die das zu bestimmten zeiten auch ist, einfach nur lachen.
bitter lachen.

Samstag, 22. November 2008

remembering Venus Xtravaganza am TDoR 2008



dies ist eine filmszene aus 'paris is burning', einer dokumentation (1990) über new yorks 'ball culture' in den 80ern, welche die meist armen afro amerikanischen oder latina queers und transgenders als protagonist_innen der 'drag balls' zeigt.
Venus Xtravaganza ist noch während der fertigstellung der dokumentation ermordet worden, wovon Anji Xtravaganza in dieser filmsequenz berichtet.

ich gedenke heute Venus Xtravaganza, weil sie eine der bekannteren opfer von trans*phobie ist; bekannt, dokumentiert und festgehalten im film und doch für die meisten ein unbeschriebenes blatt.

ich weiss auch überhaupt von ihr, weil ich in einem seminar an der uni die dokumentation gesehen hatte, und trotzdem hatte ich die namen derer, die portraitiert wurden, vor all dem vogueing und den drag-performances, die sie gegeben haben, zunächst vergessen.

vergessen.
nicht vergessen.
erinnert.
erzählt.
einen namen,
eine person,
eine lebensgeschichte.

"remembering the past - not repeating it"

20. november: internationaler transgender day of remembrance.

heute, 2 tage nach dem internationalen termin des 'tdor' wurde erstmalig in berlin zu einer gedenk demo aufgerufen.


es macht zwar wenig sinn nach der demo zur selbigen aufzurufen, ich habe auch nicht vor einen ausführlichen bericht oder artikel über die demo oder den anlass zu schreiben, aber grad wo ich dabei bin mich wieder aufzuwärmen, denn es war lang und kalt und es wurde eine_r nicht wärmer ums herz, als die lange liste der namentlich bekannten ermordeten trans*menschen verlesen wurde, will ich dennoch wenigestens diese minimal erinnerungsarbeit tun.


Dies ist keine Fun-Parade!

Dieser Tag ist zum einen ein Gedenktag an die Opfer trans*phober Gewaltverbrechen und Morde und zum anderen ein Ort, an dem wir gemeinsam verstorbener trans*gender und ihrer Arbeit -gegen das Vergessen einer kampfreichen Geschichte- gedenken und feiern wollen. Gleichzeitig ist es uns wichtig, etwas politisch gegen Repression durch Staat, Kirche, Recht… und Diskriminierung von trans*gendern und queeren Lebensweisen zu erreichen.

Wir demonstrieren mit Wut gegen ein Gesellschaftssystem, in der prinzipiell nur Männer und Frauen wahrgenommen und alle anderen Geschlechtlichkeiten unsichtbar gemacht werden. Menschen, die nicht den gängigen Geschlechtervorstellungen entsprechen, werden tagtäglich diskriminiert und angegriffen. Transphobe Gewalt kann jede_n treffen - die Angreifer_innen fragen nicht danach, wo du dich im Geschlechtersystem selbst einordnest.

Wir demonstrieren für ein besseres, freieres Leben, in einer Gesellschaft, in der alle so leben dürfen, wie sie es wünschen -ob Trans*, weder*noch, Crossdresser_innen, Transvestit_innen, Transsexuelle,Transidentische, Intersexuelle, Transen, Tunten, Zwitter, Dragkings und Transgender, ob mit OP(s) oder ohne, hetero oder homo, oder sonstwie,mit einem, zwei oder mehrern Partner_innen, mit Kindern oder ohne…

Der TDoR findet seit 1999 im November statt, um Rita Hester zu ehren,deren Ermordung durch zahlreiche Messerstiche am 28. November 1998 der Anstoß war für das Web Projekt "www.rememberingourdead.org" (an unsere Toten erinnernd) (Seite offline).
Die Ermordung Rita Hesters ist - wie die meisten Morde an Transgendern - bis heute noch nicht aufgeklärt.


ein paar infos gibt es auch hier:
http://www.myspace.com/tdor
http://tdor.wordpress.com/

Freitag, 21. November 2008

der erste schnee

der erste schnee

zeit für cocooning.
aber vorher sollte ich es hier ein bisschen schön machen, wozu ich keine lust habe, weil ich die letzten tage kaum mit was anderem beschäftigt war, denn mein mitwohni war noch nicht 'fertig' mit seinem erneuerungs- und verschönerungsbedürfnissen. in seinem zimmer wollte noch einiges erneuert bzw. verschönert werden, was auch gelungen ist. ein bisschen farbe an die wand, ein paar dinge ausrangiert und erneuert.
dort ist es jetzt neu und heimelig und kerzen sind an ausgesuchten plätzen am flackern und verströmen ihr sanftes licht und bei mir siehts aus wie immer und das heisst, dass auch so alltagkram rumfliegt und ein bisschen chaos herrscht und so weiter.
aufräumen würde schon helfen.

Samstag, 15. November 2008

umbauzeiten

küchenansicht
seit gestern haben wir einen neuen küchenboden. ein vorher bild habe ich leider nicht.
mein lieber mitwohni (der zweibeinige) wollte schon länger was gegen den küchenboden tun, der aus grau gestrichenem estrichkram bestand:
grob, uneben, doof sauber zu halten und kalt an den füßen und hässlich.
er begann mit laminat zu 'zweckliebäugeln', das zeuch ist z.t recht billig, und die dunklen 'holz'-farben sehen auch weniger schlimm aus, als dies ganze helle plastezeuch. holzgedöns wie parkett ist sauteuer, und ob dielen da in bezahlbaren bereich reinkommen würden haben wir nicht weiter verfolgt, weil...
wie mein mitwohni da so tickt, hat er recht 'spontan' dunkles laminat geholt und es sofort zu verlegen angefangen. 'zum glück' hatte ich damit nix zu tun, weil ich wegen anderer umbauarbeiten völlig woanders eingespannt war, im gegensatz zu seinem lieben mama-besuch.
ich kann seine ungeduld und seine 'es muss jetzt passieren' pfuschereien nicht immer gut 'aushalten', aber die energie und das unkomplizierte 'auf gehts' 'DIYnow' beeindrucken mich immer wieder.
jetzt haben wir also dunkles laminat in der küche, es ist, vor allem im vergleich zu vorher echt chick, es ist 'so lala' verlegt *g*, aber passt schon, grade auch weil der boden echt unebend und die küche in alle richtungen schief ist.
(ach ja, er spricht davon, dass er einen anderen ofen haben möchte - wir haben nur so einen recht kleinen microwellen-grill-ofen-kombi-ding - und die platte wo spüle und herd eingelassen sind, ist ja auch zusammengstückelt, da könnte man eine durchgehende längere .... also die nächsten einrichtungs umbaugeschichten liegen schonwieder in der luft)

ich war ja die letzten beiden wochen mit ganz anderem umbau beschäftigt. fürs cafe haben wir ein büroarbeitsplatz für buchhaltereien in einer bürogemeinschaft. diese bürogemeinschaft löst sich wegen hausverkauf und solchen geschichten auf.
also stand ein umzug an und wir mussten die üblichen 'schönheitsreperaturen' und streichereien am alten ort bewerkstelligen....
... das ganze 'bei laufendem betrieb': also unserer umzug musste schnell einen funktionierenden arbeitsplatz liefern, was gut geklappt hat.
das renovieren der alten bürogemeinschaft bei laufendem betrieb gestaltete und gestaltet sich etwas komplizierter, weil mehr leute und und mehr bedürfnisse und mehr 'termine' berücksichtig werden müssen. unsere hauptaufgabe in dem ganzen plan musste also an genau einem tag stattfinden, mit dem ergebnis, dass ich von morgens bis in die späte nacht beschäftigt war (zusätzlich, dass ich am folgetag noch in eine nachtschicht eingesprungen war). aber auch das ist geschafft. ich bin es allerdings auch, und deswegen hatte ich keine zeit und energie für heimumbauten, das war nicht mehr drin.

nebenbei betrachte ich die 'umbauten' eines meiner online-spielplätze, dem WuWe. andere würden vielleicht von demontagen, abrissen oder kreigsruinen sprechen, ich seh es als einen umbau.
dabei sind mir grad zwei (oder drei?) dinge wichtig, die mir im bezug auf mich bei diesem prozess aufgefallen sind.
als erstes ist mir aufgefallen, dass ich in letzter Zeit im WuWe nimmer viel zu diskutieren hatte. die diffusen fragen, die mich zu 'meiner spiritualität' umgetrieben haben, scheinen grade, wenn auch nicht explizit beantwortet, etwas weniger brennend: da hat sich was geklärt, auch wenn ich es (noch?) nicht in worte fassen kann oder in praxis überführen.
eng damit zusammen hängt allerdings auch, dass mich gewisse 'onlinereien' weniger interessieren: es prüft sich grade was von diesem, und überhaupt von onlinenetzwerken, bestand hat, was mein umgang mit dem netz ist usw... auch nix abgeschossenes sondern ein umbau bei mir. (das wären die ersten beiden punkte von zwei *g*)
die ganzen diskussionen um die struktur des WuWe haben mich und distel nächtlings über kollektives werkeln chatten lassen. dabei sind so manchen knackpunkte und schwierigkeiten mit kollektiver praxis formuliert worden, ebenso wie für mich die chancen und 'notwendigkeiten' nochmal deutlich wurden. das wirft den blick immer wieder auf 'mein kollektiv', die knackpunkte und chancen dort...
da ich ja beschlossen habe in einem halben jahr (etwa) aus dem kollektiv auszusteigen, muss ich, was meine lohnarbeit angeht, einen umbau vollziehen, was ich etwas gruselig finde, aber es ist an der zeit.

Samstag, 8. November 2008

die kreativität des yoga

yogamattemnverpackung+katze

yoga macht bestimmt auch kreativ, weil es mir überhaupt gut tut, aber grad geht's um die yogamattentasche, die ich heute genäht habe.
meine yogamatte, die ich bisher unverpackt nur mit einem einfachen riemen verschnürt durch die gegend getragen hatte....

...und das war immer nicht soo praktisch, weil ich sie, z.b. um sie nicht zu verdrecken, in der u-bahn nicht absetzen wollte. aber vor allem war es bei regen unpraktisch, der sich um diese jahreszeit ja durchaus häuft. also habe ich eine yogamattentasche genäht. wie oben zu sehen ist. (nein, das ist herr krüger, die tasche ist daneben). die tasche ist zwar aus einfacher baumwolle, aber mit etwas imprägnierchemie wird das schon gehen. sie soll ja nicht wasserdicht sein, sondern nur 'das gröbste' abhalten, ich bin ja meist unterirdisch unterwegs und fahre kein rad, da wäre das was anderes.

auf den verschliessungs-schultergurt bin ich ein bisschen stolz, da ich ohne klettverschluss oder sowas ausgekommen bin. wenn ich die matte raus oder reintun will, kann ich den schlitz so weit aufziehen, wie die schlaufe zulässt, das reicht völlig, und wenn ich an der schlaufe ziehe zieht sich alles zu und ich kann die matte an der schlaufe schultern.
man siehts nicht so gut, dennoch hier nochmal ein detail:

yogamattemnverpackung (detail)

Mittwoch, 29. Oktober 2008

*argh* pisskatze!

käthe, pisst überall hin, und ich versteh ihr problem nicht.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

"Alles renkt sich wieder ein"



gustav http://www.myspace.com/gustavofficial

Samstag, 27. September 2008

DJereien in der provinz

ich bin bei einer lieben freundin, die gestern ihren geburtstag gefeiert hat. ich bin zurück in der provinz... von wo ich vor naja.. 6-7 jahren, oder so, 'geflüchtet' bin. meine liebe freundin hat mit einer freundin zusammengefeiert, die ich auch noch von füher kenne und ein dritter typ hat sich noch an die party mit 'rangehängt'... so wurde es formuliert. also: er ist eher bekannt als befreundet mit den beiden, und sein freundeskreis schon 'anders drauf'.
der ort war ein partyraum, eines 'jugendzenzentrums'!!! nagut dafür sogar ganz ansehnlich, aber es gab da eben, wie das bei so orten ist, bestimmte bedingungen, und dazu gehörte unter anderem, dass bei den absprachen ein gewisses 'tara' um die musiktechnik gemacht wurde, die groß angepriesen wurde, weil sowohl ein computer mit bereits grosser musiksammlung vorhanden sei, als auch via wechselfestplatten bzw sticks weiter ausgebaut werden konnte. dazu ein mischpult und 2 DJ-CDplayer zum auflegen.
es musste also eine DJ-technik-verantwortliche gefunden werden, wenn nicht der 'hausDJ' die technik verwalten sollte, bei dem dann wünsche eingereicht werden hätte können sollen ... oder so ähnlich.
um sich das ein bisschen vorzustellen.
weil der ort für jugendliche ist, musste eh schon eine der jüngeren gefunden werden (unter 27), um den vertrag zu machen. die geburtstage waren aber die 30en und 33en...
und dann ein, keine ahnung, ein jugendlicher der halb so alt ist und da 'alteleute'-musik-wünsche erfüllen soll? klingt absurd...
die geplante DJ wollte und konnte die verantwortung nicht übernehmen, weil sie 'eben nur mal für ne stunde ein bisschen auflegen wollte', und so habe ich mich zur verfügung gestellt.
ich sollte also auch auflegen, die anderen, die noch zeitweise musik auflegen sollten, in die technik einweisen, auf die technik entsprechend aufpassen...

das DJ pult war typisch jugendhaus, ein gross inszeniertes dj kämmerchen, hinter glas abgeschnitten von den feiernden, ein bisschen erhöht zum 'bewundert werden', die technik grauslich, ich habe schon mit einigen sehr billigen mischpulten aufgelegt, aber das hat es noch getoppt, das heisst: in die okayen mix-cdplayer (naja, sie haben oft bei gebrannten CDs rumgezickt... wenn sie neuer waren, die alten gingen besser, auch mal interessant, diese variante)... man konnte also in die player beim mixen nicht richtig bzw einfach mit kopfhörer reinhören es gab aber auch keine monitorboxen in der kammer... allgemeine lautstärkeregelung war also eh kaum möglich. musik über PC klang grauenhaft und hat auch nicht wie angekündigt funktioniert da einfach ne playliste zu machen und die durchlaufen zu lassen, aber auf grund der ansage haben viele eben weniger CDs angeschleppt sondern eher kleine datenträger.... es war also ein wildes rumimprovisiere, eher punkrock D.I.Y. style, obwohl es eben 'grosses diven djpult' inszenierung war...
das war aber nur das kleine problem, das grössere war bei dem punkt musik der typ und seine gäste.
er wollte auch auflegen, was ja als partymitbetreiber gut verständlich war. bei den absprachen sagte er etwas von ein bis eineinhalb stunden. klar, dass er so zu der hauptpartyzeit auflegen wollte, was auch erstmal so für alle ok war. das hat sich etwas verzögert, aber so grob haben wir das gemacht wie wir uns geeinigt hatten.... naja bis auf er, der dann platzhirsch gespielt hat, defakto: als ich gegen ende seiner 1 1/2 stunden mal so anfragte, meinte er einfach, er müsse und wollte jetzt mindestens noch ne stunde auflegen, und da könne ich jetzt auch nichts machen. ein paar seiner jungs haben eh schon den raum belegt und mal wichtig an ein paar reglern rumgedreht, es kam von denen auch schnell so fragen 'wer ich überhaupt sei'... billige dominanz halt.
sobald es technische probleme gab sollte ich aber selbstverständlich brav unterstützung geben. auch klar, dass der typ den erklärungen der anderen ladys keine beachtung geschenkt hat, also sie einfach überhört hat, obwohl sie es ja hinbekommen hatten mit dem widrigen kram aufzulegen, und ich ihm auch nur das gleiche nochmal sagte.
es gab da also macht und durchsetzungs gerangel.
die krönung waren in dem zusammenhang dann aber auch noch ein paar seiner gäste, die, nachdem er 'fertig' war und wieder andere musik gespielt wurde, alle 5 minuten ankamen und wieder seine musik hören wollten. (ja es gab auch bei den musikrichtungen grosse geschmacksdifferenzen in der heterogenen gruppe, weswegen ich dann am ende 'meine auflegerestzeit' auch noch an eine der ladys abgetreten hatte, weil sie recht 'kompatibel' mit dem geschmack eines grossen teils der gäste war)
wäre ja nicht so schlimm, dass 'seine gäste' nochmal nach 'seiner musik' gefragt hätten, wenn sie nicht grade lange gelaufen wäre, wenn man von der penetranz mal abgesehen hätte, wenn der eine gast nicht in die homophobe kiste gegriffen hätte und auch drohungen formuliert hat, um einen musikstilwechsel zu erreichen, undsoweiter..... klingt nach jugendhaus mit 'erwachsenen', klingt nach provinz... oder eben nach dem ganz normalen rumgemackere.
mein eindruck war ansonsten, dass, abgesehen von dem unmut einiger, sich die leute recht gut 'vertragen' haben, und ihren spass hatten, zumdest sehr entspannt wirkten. dies krampfige und zum teil echt fiese in und ums djkämmerchen ist, soweit ich das beurteilen kann, nicht genauso 'draussen' passierte, und ich hab mir, obwohl ich zeitlich viel damit zugange war, davon aber auch nicht den abend bestimmen lassen, sondern mich an dem treffen der vielen alten freunde und bekannten erfreuen können.
rumgemackere ist kein problem nur von der provinz, eh klar. leider. dennoch sind ein paar konstellationen schon auch recht äh... typisch: eher zusammengeschmissen in der kleinen stadt als dass man sich in der vielschichtigkeit einer metropole aus dem weg geht. ich bin grade gerne zu besuch, aber auch froh, dass es nur zu besucht ist.

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